Geschichte
HISTORIE DES HEILIGEN BERGES
- Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. bevölkern griechische Siedler den Athos
- 492 v. Chr. zerschellt die Flotte des Perserkönigs Darius mit 300 Schiffen und 20.000 Menschen am Kap des Athos, Hellas entgeht dem Überfall der Perser
- Erste christliche Einsiedler ziehen 600 n. Chr. in die Abgeschiedenheit.
- Ab 726 entzündet sich der Streit um die Abbildungen des Göttlichen und Heiligen, der Bilderstreit oder Ikonoklasmus. Im Verlaufe der erbitterten Auseinandersetzungen verlassen viele Mönche Byzanz, werden zahllose Ikonen vernichtet, aber etliche auf den Berg Athos gerettet. Um diese Rettungen ranken sich zahlreiche Mythen und Zuschreibungen von Wundertaten. Erst 843 beendet Kaiserin Theodora den langdauernden Streit.
- Zur gleichen Zeit werden heilige Männer auf dem Berg urkundlich erwähnt.
- Um 840 lebt Petros der Athonit 53 Jahre in einer Höhle der Steilküste, der Eremos; Efthymios der Jüngere folgt als Wundertäter gegen 860.
- 874 befreit Baseilios der Erste in einer Goldsiegelbulle die Mönche des Athos von Steuern.
- Abaton, das Verbot des Zugangs von Frauen, wird erstmals 883 erwähnt.
- Athanassios der Athonit gründet 963 Megisti Lawra als erstes Athoskloster, nach 972 folgt die Gründung von Vatopaidi
- 972 wird die erste Verfassung des Athos unter Kaiser Joannis Tsimiskos auf einer Bockshaut (Tragos) festgehalten.
- Gründung von Iwiron als georgisches Kloster.
- 1045: Eine Goldsiegelbulle von Kaiser Konstantin IX. Monomachos bestätigt die Bezeichnung „Heiliger Berg“.
- 1922 schreiben die Verträge von Lausanne die Unabhängigkeit der Mönchsrepublik Athos fest.
MYTHOLOGIE EINES HEILIGEN BERGES
- Die Halbinsel des Athos zeigt nach Jerusalem. Die Linie nach Jerusalem schneidet Ephesus, den Ort, an dem die Gottesmutter lebte.
- Paulus verkündete das Evangelium an vier Orten: Philippi, Athen, Thessaloniki und Troja. Diese Orte können durch ein Kreuz verbunden werden, in dessen Mittelpunkt der Athos liegt
- Der Schatten des Berges weist nach Konstantinopel. Vom Gipfel ist an schönen Tagen diese Stadt zu sehen
- Die Spitze des Berges weist zum Himmel.
Fresken
Hier ist es an der Zeit, die Fülle der Wandmalereien auf dem Berg Athos zu erwähnen. Von Panselinos bis Theophanes, von kretischer Schule bis zu den Fresken des 18. Jahrhunderts – jedes Kloster und jede kleine Kapelle trägt zum überwältigenden Gesamteindruck bei. Ob die Himmelsleiter des Johannes Klimakos, der reitende Tod und die große Hure Babylon aus der Apokalypse bis hin zur Himmelfahrt Mariens, stets legen die Bilder Zeugnis großen Glaubens ab.

